Gehler, J. S. T.
Physicalisches Wörterbuch


Arsenikfäure
Arsenikfäure, Acidum Arsenici, Acide d' arsenic.

Schon längst hatten die Chymisten den Arsenik wegen einiger seiner Eigenschaften unter die Classe der Salze gesetzt, und die Salzsäure oder die Vitriolsäure für einen seiner Bestandtheile angesehen. Endlich haben es Scheele (Abhdl. der schwed. Akad. d. Wiss. 1775. Qu. IV. no. 1.) und Bergmann (Nov. acta Vpsal. To. II. pag. 208. ingl. Diss. de arsenico. Vpsal. 1777. 4.) deutlich erwiesen, daß der Arsenik eine eigne von allen andern unterschiedene Säure enthalte, welche durch das Brennbare erst zu einem Arsenik und bey mehrerer Sättigung damit zu einem besondern Halbmetalle wird, und deren Neigung, sich mit dem Brennbaren zu vermischen, ungemein groß ist, woraus wohl auch die schädlichen Wirkungen des Arseniks auf den menschlichen Körper, dessen Theile er durch Anziehung ihres Brennbaren zersetzt, zu erklären seyn dürften.

Leonhardi in Macquer's chym. Wörterbuch, Art. Arseniksäure.

Ascension, s. Aufsteigung.